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DIE OLIVEN UND BRISIGHELLA

“ IN BRISIGHELLA TRAGEN DIE BÄUME IMMER VOLLKOMMEN GEWACHSENE OLIVEN, AUS DENEN EIN SEHR FEINES ÖL GEPRESST WIRD....”,
DIE OLIVEN UND BRISIGHELLA
Dies erwähnte bereits der Historiker Antonio Metelli in seinen Schriften aus dem 19. Jh.
Bereits lange zuvor, im Jahre 1594, erwähnte Andrea Giavanni Callegari, der Bischof von Bertinoro in einem Schreiben an Hieronimo Mercuraili, dem Hofarzt des Großherzogs der Toskana, das Lamonatal mit den Worten, “... die Luft, das Wasser, der Wein, das Öl und die Früchte sind so schön und wohlschmeckend wie in keiner anderen Region.”
Wenn man noch weiter zurück in der Geschichte nach Zeugnissen blättert, seit wann die Olivenkultur im Lamonatal ansässig ist, so findet man sogar einen Hinweis aus dem 2. Jh n.Chr.
Aus dieser Zeit stammt die erste einfache Ölmühle, die bei Ausgrabungen in Pieve del Tho' gefunden wurde.
Und nun von der Geschichte zur Gegenwart.
Die tausendjährige Geschichte der Olivenkultur von Brisighella und seinen schön gelegenen Hügeln, die gut vor kalten Winden geschützt sind, machen dieses Gebiet an der Grenze des Olivenanbaus der Adriaseite zu einem sehr interessanten Sonderfall.
Die am meisten vorkommende Olivenart ist die “Nostrana di Brisighella”.
Die Olivenbauern, etwa 300 an der Zahl, haben sich 1972 zu einer Kooperative zusammengeschlossen und eine Genossenschaftsmühle gebaut, um die Lokalproduktion zu retten und aufzuwerten.
Die Olivenhaine, hauptsächlich eine Mischkultur, bedecken eine Fläche von ca. 300 ha mit 70.000 Olivenbäumen.
Die Oliven werden, wenn sie reif sind, mit der Hand aufgelesen und täglich in kleinen Kisten zur Ölmühle gebracht.
Das Öl wird mit Hilfe der Sinolea-Methode (Kaltextraktion) bei kontrollierter Temperatur gewonnen.
Im Jahre 1996 verlieh die Europäische Union dem Olivenöl von Brisighella mit dem Qualitätsgrad Extra Vergine das Gütesiegel DOP (Kontrollierte Herkunft) und die Bezeichnung “Brisighella DOP”.
 
DER WEINANBAU IN BRISIGHELLA
In Brisighella hat man schon immer Wein angebaut. Auf den sonnigen Hügeln wurden die Rebensorten Albana und Sangiovese in Form von Weinstöcken zusammen mit den Olivenbäumen kultiviert. Am Talgrund waren die Rebstöcke auch in Reihen angepflanzt und bildeten so zusammen mit Ahornbäumen die ortstypische Pergola mit ihren wohlduftenden Trauben.
In diesem Gebiet kam es zu einem ausgewogenem Gleichgewicht zwischen der überlieferten Tradition und dem Fortschritt zum Vorteil der Qualität des Weines.
 
Die angebauten roten Reben sind die Arten des Sangiovese, der Merlot, der Cabernet-Sauvignon und der Ciliegiolo.
Die Weißweinarten sind der Albana di Romagna, Trebbiano, Pignoletti, Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon.
Der Weinanbau im Brisighellese dehnt sich auf einer Fläche von ca. 1000 ha aus, hauptsächlich an Hügellagen für die Produktion von Rotwein und am Talgrund für Weißwein. Einige der oberen Hügellagen sind für die Produktion von aromatischeren Weinen wie dem Chardonnay und dem Sauvignon reserviert.
Die Weinbaugenossenschaft umfaßt praktisch alle Weinbauern (z.Zt. 575 Winzer) mit einer Gesamtproduktion von ca. 100.000 Doppelzentnern jährlich an Trauben.
 
Im letzten Jahrzehnt wurde die weniger selektive Produktion zugunsten einer qualitativ hochwertigeren Produktion mehr und mehr aufgegeben. Die Weine werden vom Hersteller sowohl offen als auch konfektioniert verkauft.